Ich vergesse nicht, ich verliere. AD(H)S und das Kurzzeitgedächtnis

Es wäre so leicht, wenn ich Dinge einfach vergessen würde. Denn, wenn sie einmal vergessen sind, sind sie ja aus dem Sinn. Wenn ich wieder einmal etwas vergesse, dann vergesse ich es aber nicht wirklich. Ich habe eher das Gefühl, dass sie in meinem chaotischen Kopf verloren gegangen sind. Wenn es um das Kurzzeitgedächtnis geht, fällt es besonders schnell auf, dass mein Kopf anders „tickt“. Ich gehöre eben zur Gruppe „ADS bei Erwachenen“. » Weiterlesen

Ich und andere Betroffene – ADHS bei Erwachsenen

Nach 42 Jahren ist es nun endlich soweit. Ich habe gelernt mit meiner Krankheit umzugehen und schaffe es mittlerweile sogar, diese bestmöglich in meinen Alltag zu integrieren. Auch wenn sich mein Tagesablauf nur mit einem ausreichenden Maß an Organisation bewerkstelligen lässt, so schaffe ich es trotzdem jeden Tag auf’s Neue, das Chaos auf ein Minimum zu begrenzen. Wie das geht? Eigentlich nur mit einer ordentlichen Portion Disziplin und Konzentration. Dazu muss ich mich jeden Tag zwingen und finde zumindest in meiner Arbeit das Ziel, welches ich anstrebe: Strukturen definieren und leben. » Weiterlesen

ADS bei Erwachsenen – Wie ich mit AD(H)S trotzdem ein Buch lese

ADS ist in aller Munde, jedoch wird dieser Begriff, auch als ADHS ausgewiesen, oft einseitig auf Kinder angewendet. Wer wie ich als Erwachsener davon betroffen ist, weiß, dass ADS keineswegs ein Syndrom ist, das nur auf „zappelige“ Kinder zutrifft. Bei Erwachsenen nimmt ADS nur zivilisiertere Formen an, ist aber vom Inneren her betrachtet genauso gravierend wie die Krankheit bei Kindern. » Weiterlesen

Es geht weiter: Nach zwei Monaten Methylphenidat (Ritalin)

Die Überschrift stimmt nicht ganz. Ich nehme ein Ersatzpräparat von Hexal. In diesem Präparat ist aber der gleiche Wirkstoff enthalten. Nun nehme ich also das Methylphenidat von Hexal schon seit ca. 2 Monaten. Es gibt Positives und Negatives zu berichten.

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Erfahrungsbericht: Dosierung von Methylphenidat

Nun nehme ich bereits seit ca. 3 Monate Methylphenidat von Hexal. Ich habe auf ca. 10mg pro Einnahme erhöht. Gestern ist mir allerdings aufgefallen das diese Dosierung doch zu stark war. Es hat sich ein allgemeines Unwohlsein eingeschlichen, wenn ich mit Menschen zusammen war. Ich fühlte mich einwenig „Nackt“ und „Schutzlos“. Dies ist eine Reaktion die durchaus von Methylphenidat ausgelöst werden kann, wenn der Dopamin-Spiegel zu hoch ist. Ich nenne das jetzt mal „zu Reizoffen“.

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Ads bei Erwachsenen: Die These ADS und Übergewicht

Häufiger gab es nun schon Studien zum Suchtverhalten von ADHS Menschen. Zu erklären ist dies wohl damit das der mangelnde Dopamin (Volkst. Glückshormon) -Spiegel im Zentralnervensystem das „Suchen“ nach „Ausgleich“ fördert.  So werden gehäuft auch Essstörungen beobachtet. Essen wird zur Selbstbelohnung und Stimulation oder bei Langeweile eingesetzt. Eine aktuelle Studie bei Erwachsenen in einer Adipositasklinik zeigte jetzt, dass Erwachsene mit einer ADS-Problematik es deutlich schwerer haben eine Gewichtsreduktion zu erzielen und von einer Standardbehandlungsempfehlung zu profitieren. Bei etwas angepassten diagnostischen Kriterien von ADHS wiesen 27,4 Prozent der Patienten mit Adipositas auch ein ADHS-Syndrom auf.

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Ads bei Erwachsenen: Methylphenidat Erfahrungsbericht

Es muss zuvor gesagt werden, das nicht das Methylphenidat (Ritalin und andere Preparate) Deine Wahrnehmung verändern, sondern der erhöhte Dopamin-Spiegel. Soweit ich dies mit meiner bescheidenen Fachkunde erklären kann, werden mit Methylphenidat die Dopamin-Rezeptoren besetzt oder blockiert und dadurch erhöht sich der Dopamin-Spiegel. Dopamin gilt im Volksmund als Glückshormon, das z. B. bei intensivem Flow-Erlebnis ausgeschüttet wird. Dies lässt dich „durchhalten“, die nötige Konzentration aufbringen usw. Bei uns AD(H)S lern ist dieser Dopamin-Spiegel zu gering, bzw. gestört. Es werden bestimmte Botenstoffe nicht richtig übertragen.

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Ritalin und Co. – Meine Luftballons!

Ich habe mich immer gefragt, wo den der Nebel ist, der weggeblasen wird? Wo ist der Vorhang, der auf geht, wenn ich eine Ritalin „einschmeiße“. Ok, erstmal Schritt für Schritt und von vorne:

Direkt nach einem Besuch bei einem Therapeuten, nachdem wir hier nach Freiburg gezogen waren, stieß ich auf folgende Seite: www.ads-bei-erwachsenen.de . Diese Seite war eine Überraschung. Gab es doch so viele Menschen mit AD(H)S die sich mit dem Thema (ADS bei Erwachsenen) auseinander setzen mussten.

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Was ist ADS bzw. ADHS bei Erwachsenen

Die meisten Leute, die entdecken, daß Sie ADS haben, egal ob Kinder oder Erwachsene, haben bis dahin viel Leid erfahren.
Die emotionelle Erfahrung des ADS beinhaltet Scham, Demütigung und Selbstkasteiung. Wenn die Diagnose gestellt ist, haben viele Menschen mit ADS ihr Selbstvertrauen bereits verloren. Viele haben bereits zahlreiche Fachleute konsultiert, ohne dabei wirkliche Hilfe gefunden zu haben.

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ADS bei Erwachsenen

ADS / ADHS (engl. ADD), wir beschränken uns hier einmal auf „ADS bei Erwachsenen“, ist ein Thema, dem sich sehr viele Mernschen nicht verschließen können. Im Gegenteil. Betroffene stehen häufig unter einem enormen Leidensdruck. Erst nach der Diagnose verstehen Sie häufig, wieso- und das sich dieser „Rote Faden“ durchs Leben zieht.

Es sind die Erkenntnisse der Diagnose der „ADS bei Erwachsenen“ die den Betroffenen häufig Wütend machen und Ihn Fragen lassen „Warum erst heute“!

Einem ADS /ADHS „Betroffenen“ ist es häufig nicht klar, weshalb seine Sinneswahrnehmungen „anders“ sind. Er weiss oft nur das er „überflutet“ wird mit vielen Eindrücken, die er nicht selektieren oder fokusieren kann. Es sind einfach zu viele. Er ist oft eingefangen in einer Art zähem Verhaltensmuster, bei dem er alle Theorie, beträchtliche Tatkraft und Energie sowie seine ganze intellektuelle Leistungsfähigkeit nur dafür aufbringt, um seinen Kopf über Wasser zu halten. Viele ADSler haben bereits zahlreiche Fachleute konsultiert, ohne dabei wirkliche Hilfe gefunden zu haben. Dadurch haben viele die Hoffnung verloren.

ADS bei Erwachsenen äußert sich ganz unterschiedlich, kann schubweise auftreten und führt nicht bei jedem Betroffenen zu Problemen im Alltag oder im Beruf.
Einige haben einfach nur Probleme mit der Konzentration und können sich den Dingen nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit widmen.
Ein hyperaktives Verhalten aus der Kindheit kann bei manchen in Inaktivität übergehen, die sich vereint mit Nervosität und innerer Unruhe.

ADS bei Erwachsenen wird genetisch übertragen. Sie hat eine biologische Ursache in der Art, wie das Gehirn geschaltet ist. Es ist KEINE KRANKHEIT des Willens und auch kein moralisches Versagen. Es wird weder durch Charakterschwäche noch durch Unreife verursacht.

Eigentlich ist das ADS wahrscheinlich auf eine Stoerung der Impulskontroll zurueckzufuehren. D.h. die Betroffenen handeln schneller als sie denken bzw. reflektieren koennen. Oder mehrere Wahrnehmungen (Geräusche, äußere Einflüsse), Gedanken , Vorhaben finden gleichzeitig statt. Besonders „nervig“ fuer Aussenstehende sind daher Gefuehlsausbrueche bzw. ein „Ausrasten“ bei geringer Frustrationstoleranz.

Das vitale Lernziel für einen ADDer sollte sein, die vorhandenen Stärken zu nutzen und die Umstände zu lenken, damit diese Stärken mehr und öfter zum Einsatz kommen, als die vorhandenen Schwächen.
Wenn er seine Natur erkennt, wird er mit Übung (allein oder mit einer Anleitung) oft genug erstaunliche Ergebnisse erzielen und Schwächen umlenken oder meistern können.

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