Erfahrungsbericht: Dosierung von Methylphenidat

Nun nehme ich bereits seit ca. 3 Monate Methylphenidat von Hexal. Ich habe auf ca. 10mg pro Einnahme erhöht. Gestern ist mir allerdings aufgefallen das diese Dosierung doch zu stark war. Es hat sich ein allgemeines Unwohlsein eingeschlichen, wenn ich mit Menschen zusammen war. Ich fühlte mich einwenig „Nackt“ und „Schutzlos“. Dies ist eine Reaktion die durchaus von Methylphenidat ausgelöst werden kann, wenn der Dopamin-Spiegel zu hoch ist. Ich nenne das jetzt mal „zu Reizoffen“.

Ich mache mir natürlich ebenso darüber Gedanken ob es weitere Nebenwirkungen gibt. Gerade kardiovaskuläre Risiken, wie hier, werden häufig diskutiert. Dies ist, bezogen auf den Nutzen den ich erhalte, für mich jedoch sekundär.

Die richtige Dosis, bzw. den richtigen Spiegel zu finden ist nicht einfach. Ich als Betroffener kann dazu nur sagen, das ein „ausprobieren“ geholfen hat. Daher wird Methylphenidat (egal welches Preperat) meistens auch „eingeschlichen.

Hypothesen zur Wirkung bei ADHS

Für die Wirkung von Methylphenidat gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze. Eine Hypothese besagt, dass bei ADHS bestimmte Bereiche im frontalen Gehirn, die u.a. Impulse kontrollieren, weniger aktiv seien und durch Stimulanzien angeregt würden, wodurch das Gehirn seine Kontrollfunktionen besser wahrnehmen könne.

Laut einer weiteren Hypothese weisen Menschen mit ADHS eine erhöhte Anzahl und Aktivität von sogenannten Dopamin-Transportern auf. Dieses Rücktransportsystem der Nervenzellen sauge das von diesen Nervenzellen in den synaptischen Spalt freigesetzte Dopamin wie eine Art ,,Staubsauger“ wieder auf. Methylphenidat blockiere dieses Rücktransport-System vorübergehend, das heißt in aller Regel für drei bis fünf Stunden. Dadurch werde ein Zustand erzielt, der die Verfügbarkeit des Dopamins verbessert.

Ein anderer Erklärungsansatz (Plastizitäts-Hypothese) vermutet, dass in den besagten Hirnarealen zu wenig Rezeptoren für Dopamin existierten. Dieser Mangel an Rezeptoren führe dazu, dass hemmende Neuronen nicht ausreichend aktiviert würden. Durch die Gabe von Methylphenidat würden die Rezeptoren vermehrt mit Dopamin versorgt, so dass die Erregungsweiterleitung besser funktioniere. Auf Dauer könne sich jedoch das Rezeptorsystem verändern und immer unempfindlicher gegen den Botenstoff werden.

Eine grundsätzliche Aussage über die richtige Dosis zu treffen ist nicht möglich. In manchen Fällen genügt bereits eine Tagesdosis von 5-10 mg während in anderen Fällen bis zu 60 mg erforderlich sind. Gewöhnlich wird die Tagesdosis auf zwei bis drei Einzeldosen der kurzwirksamen Form oder eine bis zwei Dosen der retardierten Form verteilt. Zu Beginn der Therapie wird Methylphenidat in der kurzwirksamen Form verabreicht, weil es so besser zu steuern ist. Später kann dann auf ein Retard-Präparat umgestellt werden. Bei Erwachsenen wird anfangs gewöhnlich eine Einzeldosis von 10 mg gegeben, bei Kindern ab sechs Jahren eine Einzeldosis von 5 mg.

2 Kommentare

  • Dosierer

    Ich spüre schon eine Dosierung von 2,5 mg sehr deutlich.

  • M

    ich bin seit 3 Tagen nun dabei..sollte morgens 5mg (eine Halbe) nehmen und abends 5 mg und merkte NICHTS…
    3 Tag:
    habe heute morgen 5mg mittags nochmal und grade eben gegen 18 Uhr nochmal 5 mg genommen,
    Ich merke bisher nur, dass ich wenn ich im Netz was lese es mir nicht mehr schwer fällt …sonst habe ich schnell Kopfkribbeln bekommen und wurde nervös.

    Ich weiß leider noch nicht genau wieviel ich nehmen muss, dass muss ich die nächsten Tage erstmal testen.
    Denn eben beim Einkauf lies die Wirkung von Mittag nach und ich wurde total nervös,alle Leute waren so laut.
    Sobald ein Kind laut schreit und ein Hund bellt und Menschen laut reden werde ich so nervös, dass ich nur noch nach Hause will.
    Kennt ihr das?

    Mich würde mal interessieren wie Ihr das alles mit Ritalin wahrnimmt.
    Und unter welcher Dosis.

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